Bachelor – Und was nun?

Endlich ist die Prüfungsphase vorbei. Doch nun klopfen langsam die wahren Herausforderungen an die Tür …

Jetzt habe ich tatsächlich zwei Wochen lang nichts von mir hören lassen. Ich hätte nicht gedacht, dass die letzte Prüfungsphase meiner Bachelor-Laufbahn mich zeitlich so einspannen würde.

Die letzten Wochen waren… nervenzehrend? Kann man das so sagen? Mein Körper fühlt sich auf jeden Fall ziemlich ausgezehrt an, innerlich und äußerlich. Jeden Tag von morgens bis abends lernen, den Umzug nebenbei organisieren und dann die Prüfungen an sich – ich glaube ihr könnt euch vorstellen, wie es mir damit ging 😉

Meine notorische Prüfungsangst hat das Ganze natürlich nicht unbedingt leichter gemacht. Ich habe trotzdem (bis auf meine Mathearbeit vermutlich…) alles soweit bestanden. Jetzt muss noch bis Ende August die Bachelorarbeit geschrieben werden und dann bin ich hoffentlich durch mit allem.

Doch was geschieht eigentlich danach?

Das ist wohl die große Frage, die sich so ziemlich jeder Bachelor / jede Bachelorette nach dem mehr oder weniger erfolgreich beendeten Studium stellt. Denn mal ganz ehrlich – was genau können wir schon?
Wer hat entschieden, uns mit dem Kopf voller statistischer Formeln, Wirtschaftsmodellen und dem Wissen darüber, ab wie vielen Tequila Shots man nicht mehr allein nach Hause taumeln sollte, in die Welt hinauszulassen?
Gut, im Falle meines Studiengangs sind wir zumindest mit einer neuen Sprache ausgestattet, was uns im realen Leben hoffentlich einiges bringen wird.
Über meine Ängste diesbezüglich habe ich vor einiger Zeit schon einmal einen Eintrag geschrieben. Nun wird das, was ich mir zu dieser Zeit nur vage vorstellen konnte, langsam Realität.

Bis ich nun tatsächlich meinen Abschluss in der Tasche habe, dauert es noch mindestens 3 Monate. Trotzdem fühlt es sich so an, als wäre das Kapitel Bremen bereits auf den letzten Seiten angekommen. Morgen ziehe ich zurück zu meinen Eltern, wo ich den Sommer mit Freunden und Familie (und natürlich der Bachelorarbeit) verbringen werde.
Einen großen Teil meiner Lieben lasse ich allerdings damit auch in Bremen zurück. Hier habe ich viele herzensgute Menschen getroffen, darunter der engste Kreis meiner Freundinnen, von denen mich zu „trennen“ mein Herz ganz schwer werden lässt.
Wir reden hier natürlich nicht von einem Abschied für immer. Doch Fakt ist, dass es uns alle von nun an in die verschiedensten Winkel Deutschlands oder sogar der ganzen Welt verschlagen wird.

Ich persönlich glaube, dass meine akademische Laufbahn mit dem Bachelor noch nicht vorbei ist. Klar möchte ich anfangen zu arbeiten und endlich mein eigenes Geld verdienen. Gleichzeitig gibt es noch so vieles, das ich lernen möchte – ich fühle mich einfach noch nicht auf dem Höchststand meiner Ausbildung.
Ein Masterstudium an einer japanischen Universität wäre ideal für mich und ich werde ab Ende des Jahres damit beginnen, mich für Stipendien zu bewerben. Auch wenn meine Abschlussnoten nicht unbedingt der Oberknüller sind, bin ich der festen Überzeugung, dass man an seinen Träumen festhalten und sich nicht von etwas so Bedeutungslosem wie Schulnoten von etwas abhalten lassen sollte, das man wirklich möchte. Doch wie heißt es so schön? Ohne Moos nix los.
Gearbeitet und Geld verdient wird also trotzdem schon mal, wenn auch vermutlich noch nicht in festen Verhältnissen 🙂

Kennt ihr das Gefühl, wenn man mit dem Studium / der Ausbildung fertig ist und nicht so recht weiß, wohin mit sich? Ist es okay, mit 22 noch keinen Plan vom Leben und dem, was einen in der großen weiten Welt erwartet, zu haben? Was erhofft ihr euch von eurer Zukunft? 🙂

 

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